11. Oktober 2015

Hengstparade Marbach

Bonjour tout le monde!

Nach einer kleinen (Spät)Sommerpause melde ich mich wieder und zwar mit jede Menge Fotos!


Auf jeden Fall war ich vergangenen Samstag war zusammen mit meinen Eltern in Marbach zur Hengstparade. Und es war wirklich beeindruckend. Sogar das Wetter hat mitgespielt und so habe ich Hunderte von Bildern geschossen, auch wenn direkt vor unseren Plätzen ein Lautsprecherpfosten die Sicht versperrt hat und vor uns der Fußballclub aus Hintertupfingen saß... Jetzt mal ganz ehrlich, was machen die da?!? Der Typ hat leider meine Frage nicht mehr beantwortet. Da können wir nur spekulieren... Ihre Frauen wollten da unbedingt hin und haben ihre Männer überredet mitzukommen oder ihre Töchter reiten irgendwo mit oder sie haben Karten gewonnen oder... keine Ahnung! Was glaubt ihr? Aber glücklicherweise sind eben diese desinteressierten Männer ungefähr eine halbe Stunde früher gegangen und haben mir die (so gut wie) freie Sicht auf den Platz ermöglicht.

Hier kommt ein bisschen Basis-Wissen für die Nicht-Reiter unter uns:
Das Gestüt Marbach ist das Haupt- und Landgestüt Baden-Württembergs und ist das älteste staatliche Gestüt Deutschlands (seit 1514).
Hier werden verschiedenste Pferderassen gezüchtet, von Württembergern zu Arabern bis hin zu Schwarzwäldern.
Diese Hengste und Stuten werden jedes Jahr im Herbst bei der Hengstparade vorgeführt.
In diesem Jahr ist Schweden als Gastland mit dabei.
Ich tippe übrigens auf 10.000 Besucher.

Die Veranstaltung wurde von einem Fanfarenzug eröffnet. Genau genommen waren es aber zwei Stück, der erste war zu Fuß, der zweite zu Pferd.

Danach wurden die Remonten präsentiert, also die jungen Pferde, die sich noch in der Ausbildung befinden.

Punkt drei nennt sich "Königliches Erbe". Hier wurde die Vollblutaraberzucht vorgeführt, die auf den Hengst Bairactar von König Wilhelm I. zurückgeht.

In der Umbaupause danach wurde mit 3 PS Baumstämme transportiert. Und damit meine ich richtige Pferdestärken! Drei nordschwedische Kaltblüter schleppten mit links Baumstämme auf den Platz, und gleich einen Greifarm dazu!
Diese Pferde sind in ihrem Heimatland übrigens fast täglich im Einsatz und zwar in den Gebieten, in denen man mit Maschinen nicht weit kommt.

Aber eigentlich haben sie "nur" beim Umbau geholfen und einen Springparcours aufgestellt, der daraufhin von jungen Nachwuchstalenten geritten wurde. Chapeau!

Als nächstes kamen 16 Schwarzwälder Kaltblüter auf den Platz , um eine Quadrille zu reiten. Allerdings mit nur 8 Reitern. Wie das geht?
Ein Pferd wird wie bei einer Kutsche eingespannt und ein Reiter hat Leinen und Zügel auf einem zweitem Pferd hintendran in der Hand. Bei dieser sogenannten "Fahrschule vom Sattel" handelt es sich eigentlich um eine Vorübung für das spätere Anspannen vor der Kutsche.

Danach kam das Gastland Schweden in den Vordergrund. Mit traditioneller schwedischer Musik wurden verschiedene Pferde vorgestellt und präsentiert.
Darunter waren auch die Altwürttemberger für die sich das Gestüt Marbach einsetzt, da sie auf der Roten Lister der bedrohten Nutztierrassen der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter  Haustierrassen, oder einfach kurz GEH, als extrem gefährdet stehen.

Darauf folgte ein Europäisches Friedensquartett, die an die Friedensreiter zum Ende des 30-jährigen Kriegs erinnern sollen.

Um einige Punkte zusammenzufassen, kann ich sagen, dass der Fahrsport einen großen Teil einnahm. Es gab eine Kutsche mit 6 eingespannten Pferden, für die man insgesamt 300m lange Leinen benötigt, einen Fahrwettbewerb für Zweispänner im Parallelcours, ein römischer Streitwagen und eine riesige Quadrille aus 20 Zweispännern, also 40 Pferden, 40 Menschen, 80 Wagenrädern und 160 Pferdebeinen, die für mich das Highlight der Parade gebildet hat.

Aber es wurden auc einige Pferde an der Hand vorgeführt, von ganz klein, bis hin zu ganz groß. Fohlen, Stuten und Hengste, alles dabei.
Das sind übrigens schwedische Gotland-Ponys
Die Araberstuten des Gestüts wurden als galoppierende Herde präsentiert. Was ich dazu sage? Wunderschön!
Aber auf jeden Fall gilt es noch den Hauptsattelmeister zu erwähnen, dessen Reitkünste wir bestaunen durften.
Was Horst König hier macht ist ein riesiger Vertrauensbeweis zwischen Pferd und Reiter.
 Last but not least, wurde die Veranstaltung von einer Hengstquadrille, ergänzt durch die Polizeireiterstaffel Stuttgart, abgeschlossen.


Anni

Kommentare:

  1. Hey:)
    Boa anni, wie du das beschreibst war es echt mega gut. Ich wäre auch gern da gewesen..
    Richtig tolle bilder die du da gemacht hast. Machen mir deutlich, dass ich es bereue, dass ich mich nicht drum gekümmert hab, nicht auch hinzugehen..

    Naja
    Viele grüße aus paris:)
    Lissie

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    1. Hey,
      freut mich, dass es dir gefallen hat und ja, es lohnt sich wirklich auf alle Fälle :D
      Vielleicht klappts ja nächstes Jahr!
      Und hab ich da was von Paris gehört? ^^

      Liebe Grüße,
      Anni

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    2. Hey,
      Ja wäre auf jeden fall ziemlich cool:p
      Ich war letzte Woche in paris ja^^ schulausflug sozusagen, war mehr chillen als schule:D

      Lissie

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    3. Hallo Anni,
      sehr schönes Seite hast du da. Eins will ich noch korrigieren, auf dem zweitletzten bild mit dem Araberhengst ist Horst König. Er ist für die Araber zuständig. Weiter so und viel Spaß bei deinen neuen Erlebnisse.
      Grüße Steffi

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