10. Mai 2015

Woche 12

Bonjour tout le monde!
Mein letzter Sonntag geht zu Ende und ich freue mich schon unglaublich auf meine Heimreise.
Heute stand die "Tour de l'île" an (=Inseltour). Nachdem wir sie letzte Woche kurzfristig abgesagt haben, weil die Tante meinte es sollte schlecht Wetter geben und wir letztendlich dann den ganzen Tag bei schönstem Wetter zu Hause saßen, haben wir sie diesen Sonntag gemacht. Und ich muss sagen, besser hätte es nicht laufen können: Es hat den ganzen Tag geregnet! Yaay! (Uhhh, diese Ironie...)
Wie dem auch sei, wir sind heute morgen bei wolkig grauem Himmel ins Auto gestiegen und im Uhrzeigersinn losgefahren. Kurz darauf fing es schon an zu regnen. Wie ihr seht, optimale Bedingungen für Fotos... nicht!
Unser erster Halt galt einem Wasserfall, der sich dank geliebten Regen braun gefärbt hat. Das schwarz-graue, was auf dem Foto so nach Wasser aussieht, ist das Ufer. Das braune ist das Wasser.
Danach ging es weiter bis zum Grand Etang. Hätte man sich dort früher gemeldet, hätte man dort per Pferd hingehen können. Aber das wäre natürlich zu cool gewesen...
Allerdings kamen wir zu Fuß gar nicht erst zum Grand Etang (=großer Teich), weil uns viele kleine Etangs (=Teiche), auch Pfützen genannt, im Weg waren. Zudem kommt dann noch, dass es geregnet hat, wir keinen Regenschirm dabei hatten und niemand wirklich Lust hatte, den restlichen Tag im Auto mit nassen Klamotten zu verbringen.
Deshalb haben wir einfach zwischen einer exotischen Urwald-Kulisse unsere Baguette-Sandwiches im Auto auf dem Parkplatz gegessen.

Der nächste Stopp war etwas spontan abgebogen beim "Etang bleu" (blauer Teich). Da dort allerdings zurzeit eine riesige Baustelle ist, konnten wir nicht zum Etang bleu, dafür aber zum Meer. Und da gab es ziemlich große Wellen, die auf den Fotos so mickrig aussehen...
Hatte ich schon erwähnt, das einige Straßen etwas... überspült waren?
Direkt danach ging es zu einer Brücke aus dem Jahre 1866, wenn ich mich nicht täusche. Es ist schon ein wenig gruselig durch die Holzbretter gefühlte Kilometer unter dir den Boden zu sehen. Also um ehrlich zu sein, hatte sie nicht unbedingt einen vertauenswürdigen Anblick. Aber sie hat trotzdem so ihren Flair.
Anschließend haben wir kurz in Saint Philippe an der Kirche angehalten, die vor einigen Jahren einfach von der Lava, so wie das ganze Dorf, durchflossen wurde... Es hat was!
Nach einer weiteren Weile im Auto kamen wir dann zu einer Gruppe von Wasserfällen im Urwald am Meer. Auch hier gilt: Under construction!
Obwohl dort so viele Leute sind, hat es doch irgendetwas heimeliges unter dem saftig grünem Blätterdach.

Unser letzter Stopp galt wieder dem Meer. Es regnete und die ersten waren ziemlich müde. Das heißt, schnell raus, mit der Jacke auf dem Kopf, wie ein Trottel zu versuchen ein paar Fotos zu machen, ohne die Kamera zu schrotten und wieder ins Auto zurück.
Die Wellen waren wirklich riesig! Und es waren unglaublich viele Wellen...
Das blaue da vorne im Bild ist ein Becken, in dem man, glaube ich, bei gutem Wetter, wenn es sich mit Wasser gefüllt hat, baden kann...
Abends kamen wir dann wieder zu Hause an und haben gemütlich zu Abend gegessen.
Da ich jetzt aber immernoch Bilder habe... Naja, hatte ich schon erwähnt, dass Zuckerrohr der réunionesische Mais ist, oder so? Es wächste hier auf jeden Fall überall im ganz großen Stil und ist von weitem auch mit Mais zu verwechseln.
Und dann noch die reunionesische Biermarke, die man der Front einer jeder Kneipe und Bar finden kann: Bourbon. La Dodo Lé Lá! (creole, =der Dodo ist da; Dodo ist dieser Vogel auf dem Wappen, der, bevor er ausgestorben ist, typisch reunionesisch war)
Das wars dann auch schon!
Bisous,
Anni

PS: Ich will nur noch mal sichergehen: Kommentieren nicht vergessen!

Kommentare:

  1. Hey Anni,
    ich kann es kaum fassen, dass schon 12 Wochen vergangen sind!
    Die Inseltour klingt echt spannend, auch wenn es geregnet hat... aber ich mein mit Regen und Unwettern haben wir ja reichlich Erfahrung ;D
    Es würde mich übrigens riesig freuen dich bald wiederzusehen *-*
    Liebe Grüße,
    Simon

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    1. Hallo Simon,
      ja,nur noch eine Woche, aber ich freue mich schon auf mein Zuhause.
      Eigentlich mag ich Regen, aber unter den Umständen war es einfach nicht ganz so geschickt, wobei meine Kamera und Regen auch nicht so ganz best friends sind.
      Liebe Grüße,
      Anni

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  2. Hey Anni:)
    Die Zeit ging aber echt schnell rum:o aber das was du so geschrieben hast, klingt es super cool und aufregend. Wirst du noch mal nach la réunion fahren? Wenn ja nimm mich mit! :D
    Gute Rückreise und noch viel spaß bei der letzten woche/ den letzen tagen:)

    Lg lissie

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    1. Hey Lissie,
      Vielleicht gehe ich später einmal noch mal nach La Réunion, aber dann nicht in eine Gastfamilie oder so, sondern eher in ein Ferienhaus oder Hotel, denke ich. Es ist unglaublich schwer auf Dauer all seine Freiheiten abzugeben und sich im nichts tun zu trainieren. Ich freue mich ehrlich gesagt schon riesig auf zu Hause.
      Aber wenn ich noch einmal gehen sollte, weiß ich ja jetzt, wen ich mitnehme ;D
      Liebe Grüße,
      Anni

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    2. Hey:)
      Ja, am anfang hat man heimweh, in der mitte will man nicht weg und am ende freut man sich riesig. Kenn ich^^
      Genau, also urlaub alleine ist nicht:D

      Viele grüße :)
      Lissie

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  3. Hi Anni,
    Ich bin durch Zufall auf deinen Blog gestoßen und hab mich total gefreut: Ich mache ab September 2015 nämlich auch einen 3 monatigen Ausstausch auf la Reunion. Ich bin in der 9. Klasse und werde im September 15. Ich freue mich schon sehr und würde mich sehr gerne mit dir austauschen, ich hätte nämlich auch einige Fragen und würde mich freuen wenn du dich meldest.
    Liebe Grüße
    Mascha

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    1. Hallo Mascha!
      Wow, man kann aus Zufall auf meinen Blog stoßen, jetzt fühle ich mich geehrt ;D
      Und ja klar, ich kann dir ein wenig über die Insel erzählen.
      Meine E-Mail Adresse ist annizettl@gmail.com
      Liebe Grüße,
      Anni

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